SUP Kaufberatung - Boards und Paddel

Boardarten und deren Einsatz

Allroundboards

Sind meistens sehr breit und durchschnittlich lang mit viel Volumen. Je breiter ein Board, desto stabiler und kippsicherer lässt es sich fortbewegen. Eine Länge zwischen 300 cm und 330cm ist für Anfänger ideal, da sowohl die Wendigkeit als auch die Stabilität und Geradlinigkeit beim Paddeln gegeben ist. Die Breite sollte mindestens 75 cm betragen. Beachtet werden sollte jedoch, dass beispielsweise Touren durch die durchschnittliche Länge eher anstrengend werden können. Wer am Wochenende  mit der Familie am See seinen Spaß haben möchte, ist mit einem Allround Board gut beraten.

Touringboards

Fortgeschrittene greifen meist zu etwas längeren und auch schmäleren Boards. Diese Boards sind meist Touringboards und haben den Vorteil das sie zum einen richtungsstabieler sind und auch durch das schmalere Shape mehr Geschwindigkeit aufnehmen. Die Paddelbewegungen werden effektiver und leichter umgesetzt und garantieren ein langfristiges Vorwärtskommen des Boards. Viele Touring & Cruise-Boards ermöglichen die Mitnahme von Rucksäcken, wofür extra Spanngummis oder Gepäcknetze vormontiert sind. Aber auch Kleinkinder und Hunde können ohne weiteres Platz nehmen. Nachteil: Durch die geringere Breite gegenüber einem Allroundboard sind solche Boards meist ein wenig kippeliger, besonders bei leichte Wellen oder Strömungen auf dem Fluß.

Raceboards

Wer den Anspruch hat, regelmäßig an Rennen teilzunehmen, sollte auf ein langes Board mit schmalem Rumpf setzen. Hohe Geschwindigkeiten sind somit problemlos möglich. Eine hohe und steile Rail begünstigt den Antrieb außerdem ungemein. Für unerfahrene Fahrer sind Raceboards aufgrund ihres Shapes meist sehr schwer zu balancieren und daher weniger empfehlenswert. Ein schnelles Wenden ist aufgrund der Länge nicht möglich.


Fitness SUP - Yoga

Fitness-SUPs sind eine relativ neue Einführung in den SUP-Markt, was Yoga auf dem Board zu einer ganz eigenen Disziplin macht. Ein Stand Up Paddle Board, das vor allem für den Fitnessbereich eingesetzt wird, sollte relativ breit und lang sein. So können z. B. auch Yogaübungen problemlos ausgeführt werden, ohne dass das iSUP ins Ungleichgewicht gerät. Ein Gumminetz am vorderen Ende des Boards eignet sich ideal, um kleines Gepäck wie z. B. Trinkflaschen sicher unterzubringen. Diese Boards können je nach Shape auch als normale und kippstabile Allroundboards auf den See benutzt werden.

Surfing und Wave Boards

Auch das Surfen ist mit einem SUP Board und Paddel kein Problem. Longboards mit dickem Shape erleichtern das Surfen und ermöglichen eine Stabilität und schnelleren Auftrieb. In die Wellen hingegen sollte man sich vorzugsweise mit einem drehfreudigen und kurzen Board wagen. Erfahrungsgemäß sind diese Boards kürzer und damit sehr drehfreudig auf der Welle. Auch werden zum Wellenreiten dünnere Boards verwendet, wodurch aber Aufgrund des geringen Volumens die Gesamtstabilität nicht so groß ist wie bei längeren Boards.

Wildwasser Boards (White Water)

Speziell für Flüsse entwickelt, sind sie das perfekte Werkzeug für diese aufregende Art des Paddleboardings. Wildwasser-SUPs sind breiter und sorgen somit für mehr Stabilität und sind zugleich etwas kürzer für höchste Manövrierfähigkeit. Sie werden extra robust konstruiert und hergestellt für mehr Steifigkeit und Haltbarkeit in extremen Umgebungen.



Boardgeometrie und Finnenanordnung

Breite des Boards

 Ein breiteres Board bietet mehr Stabilität. Dein erstes Allround-Board sollte mindestens eine Breite von 76 cm (30 Zoll) haben, außer du bist ein wenig schwerer > 100kg oder bist noch wackelig auf den Füßen, dann sollte ein Board mit einer Breite von >81cm (32 Zoll) deine erste Wahl sein.

Länge des Boards

Ein längeres Board gleitet besser (wegen der größeren Auflagefläche im Wasser) und ist schneller. Ein kürzeres Board lässt sich leichter lenken/drehen. Allround Boards sind typischerweise von der Länge zwischen 300 und 350cm lang. Touringboards  haben meist eine Länge von 350 bis 380cm. Race Boards sind um einiges länger und liegen zwischen 360 bis 420 cm und mehr. Surf- und Waveboards sind umso kürzer, je erfahrener und geübter der Surfer ist.

Dicke des Boards

Die richtige Dicke des Boards ist ein wesentlicher Faktor. Die Boarddicke variiert zwischen 10 cm (4") und 15cm (6"). Man kann sagen, je dicker ein Board ist, umso mehr Volumen hat das Board. Das bedeutet gleichzeitig, desto höher ist auch die Tragfähigkeit des Boards und somit geeigneter für schwerer Personen. Ebenso nimmt auch die Steifigkeit zu, welche auch noch abhängig von Fülldruck des Boards ist. Der Fülldruck variiert bei den meisten Marken und Modellen zwischen 14 PSI und 22 PSI.


Volumen des Boards

Boards mit größerem Volumen eignen sich für Paddler mit höherem Gewicht und sind meist stabiler und bieten viel Auftrieb im Wasser. Allgemein gilt: Je dicker und breiter ein Board ist, desto stabiler & ruhiger liegt es im Wasser ergo desto einfacher ist es darauf zu stehen und die Balance zu halten.

Anordnung der Finnen

Eine einzelne und größere Finne ermöglicht es, dass sich das Board gerade in eine Richtung fortbewegt und bietet größere Stabilität. Kürzere Finnen kommen meist im Flachwasser zum Einsatz. Kleinere Finnen machen das Drehen des Boards leichter. Mehrere Finnen (meistens 2+1), sorgen für die entsprechende Griffigkeit im Wasser, zum Beispiel beim Surfen. Die meisten Allround-Boards haben eine 2+1 Konfiguration, zwei kleinere Seiten-Finnen die fürs Surfen nützlich sind und eine große mittlere Finne.

Shape

Die richtige Balance hängt zum Beispiel davon ab, dass die Unterseite flach ist, um die Stabilität herzustellen, dagegen, ist eine konvexe Unterseite von Vorteil für die Wendigkeit. Die gebogene Spitze (Rocker) ist wichtig, um auf Wellen zu gelangen, sollte dich aber nicht zu stark bremsen, wenn du auf unbewegtem Wasser unterwegs bist. Ein flaches Allround Board ist eher für Flachwasser geeignet, ist die Spitze des Boards eher mehr nach oben gebogen, ist es etwas besser zum Wellenreiten geeignet.